Mediation, gewaltfreie Kommunikaiton

Im Dialog miteinander.

Mitunter kommt es in Veränderungsprozessen zu Konflikten, die das Arbeitsumfeld negativ prägen. Es muss ein sicherer Rahmen geschaffen werden, in dem die Mitarbeiter Ihre Einstellungen und Werte untereinander austauschen können und somit gegenseitiges Verständnis geschaffen wird.

Mediationen sind zu zweit oder auch mit mehreren Personen möglich. Es sollten jedoch alle Betroffenen oder Beteiligten in die Mediation eingebunden werden.

Der Mediator selbst ist ein neutraler Vermittler, der dafür sorgt, dass der sichere Raum gewahrt wird, Botschaften richtig verstanden und die Kommunikationsregeln eingehalten werden.

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Ablauf einer Mediation

 

Wichtige Voraussetzung für eine Mediation ist es, dass beide Konfliktparteien an einer Mediation teilnehmen wollen. Der Mediator ist als neutraler Vermittler behilflich, Interessen und Positionen klarer darzustellen, indem er Aussagen der Teilnehmer in eigenen Worten so wiederholt, bis der Inhalt der Aussage für alle Teilnehmer gut verständlich wird. Dadurch können alltägliche und gewohnten Muster in der Kommunikation aufgezeigt und Standpunkte eindeutiger dargestellt werden, um eine neue Sichtweise von einem Konflikt zugrunde liegenden Anliegen zu gewinnen.

Folgende Schritte werden in der Mediation durchlaufen:

Auftragsklärung

Die Teilnehmer der Mediation werden über das Mediationsverfahren informiert. Gemeinsam oder mit jeder Partei einzeln wird der Auftrag festgelegt. Die Rahmenbedingungen für die Konfliktvermittlung, wie etwa Vertraulichkeit, respektvoller Umgang miteinander, Kommunikationsregeln, werden gemeinsam vereinbart. Die weitere Vorgehensweise wird miteinander abgestimmt.

 

Der Konflikt und seine Themen

Die Themen und Konfliktfelder der Parteien werden gesammelt, festgehalten und strukturiert.

Mögliche Fragen des Mediators sind etwa:

  • Was ist für Sie an der Situation schwierig?
  • Was und wer ist durch den Konflikt beeinträchtigt, beschädigt, bedroht?

 

Klärung der Interessen

In dieser Phase haben die Konfliktparteien die Möglichkeit, ihre Sicht des Konfliktes darzustellen und ihre Interessen zu erläutern. Diese Stufe der Mediation ist zeitlich am umfangreichsten und bringt die wesentlichsten Erkenntnisse. Informationen, Daten und Wahrnehmungen werden ausgetauscht, bevor auf die unterschiedlichen und gemeinsamen Wünsche, Bedürfnisse und Interessen der Parteien vertieft eingegangen und damit der Konflikt umfassend erhellt werden kann.

Mögliche Fragen sind etwa:

  • Was ist Ihnen wichtig?
  • Was wissen Sie, ist Ihrem Gegenüber wichtig?

Optionen sammeln und bewerten

Anschließend werden verschiedene Lösungsoptionen entwickelt, wobei der Phantasie keine Grenzen gesetzt sind. Jede auch noch so kreative Idee kann für eine andere, umsetzbare Lösung einen Ansatzpunkt bieten. Die Lösungsansätze werden anschließend auf ihre Umsetzbarkeit geprüft, strukturiert und in den nachfolgenden Verhandlungen bewertet.

Die Vereinbarung

Am Ende steht im Idealfall eine Win-Win-Lösung, die die Interessen der Beteiligten gleichermaßen berücksichtigt und mit der alle zufrieden sind. Nur die Ergebnisse, denen alle Beteiligten zustimmen, werden in die verbindliche Abschlussvereinbarung aufgenommen. Es ist auch möglich, eine Vereinbarung für eine bestimmte Zeit zu treffen, um die Umsetzbarkeit der Lösung im täglichen Leben zu überprüfen und anschließend noch Anpassungen vorzunehmen.

Einige Konflikte lassen sich in einer Sitzung mediieren, komplexere Fälle bedürfen mehrerer Sitzungen.